Pferde im Sommer richtig schützen: Ekzem, Insektenstiche, Augenerkrankungen, Hufpflege und Sonnenbrand
Der Sommer bringt für Pferde nicht nur Weidezeit und Bewegung im Freien, sondern auch einige gesundheitliche Herausforderungen. Besonders Sommerekzem, Insektenstiche, Augenprobleme, trockene Hufe und Sonnenbrand beim Pferd treten in der warmen Jahreszeit häufiger auf. Mit der richtigen Pflege und frühzeitigen Unterstützung lässt sich das Wohlbefinden Ihres Pferdes gezielt fördern.
Sommerekzem beim Pferd frühzeitig unterstützen
Bei Pferden mit Sommerekzem sollte das Immunsystem möglichst frühzeitig gestärkt werden. Kleine Hautareale mit oberflächlichen Verletzungen können mit Hautpflege- und Waschlotionen, zum Beispiel auf Basis von Teebaumöl, gepflegt werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Produkte, die den Juckreiz beim Pferd lindern können. Bei großflächigen, blutigen oder stark entzündeten Scheuerstellen sollte jedoch unbedingt ein Tierarzt hinzugezogen werden. Wichtig ist außerdem, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern wenn möglich auch die Ursachen des Sommerekzems gezielt anzugehen.
Insektenstiche beim Pferd richtig einschätzen
Einzelne Insektenstiche beim Pferd zeigen sich häufig als teigige Schwellung an einer Stelle. In solchen Fällen reichen Kühlen oder das vorsichtige Abreiben mit Essigwasser oft aus. Treten jedoch mehrere Quaddeln oder Pusteln am Körper auf, kann es sich um Nesselfieber oder eine allergische Reaktion handeln. Zeigt das Pferd eine schwere oder schnelle Atmung, handelt es sich um einen akuten Notfall. Um Pferde vor Stichen zu schützen, können geeignete Insektenschutzmittel für Pferde großflächig aufgetragen oder aufgesprüht werden.
Augenerkrankungen beim Pferd im Sommer und Winter
Augenerkrankungen beim Pferd, insbesondere Bindehautentzündungen, treten im Sommer und Spätsommer häufig durch Insekten auf. Im Herbst und Winter kann dagegen auch Zugluft eine Ursache sein. Die Versorgung erfolgt unabhängig vom Auslöser mit besonderer Sorgfalt. Im Sommer kann eine Augenmaske für Pferde die Heilung unterstützen und gleichzeitig vor weiteren Reizungen schützen.
Hufpflege bei Trockenheit
Nicht nur Nässe, sondern auch Trockenheit kann die Hufgesundheit beim Pferd belasten. Bei trockener Witterung werden die Hufe schnell spröde und brüchig. Um das Horn mit Feuchtigkeit zu versorgen, können die Hufe durch längeres Abduschen oder Wässern in Eimern gepflegt werden. Ergänzend kann ein Einölen oder Fetten der Hufe ein- bis zweimal erfolgen, um die Hufe geschmeidig zu halten.
Sonnenbrand beim Pferd vermeiden
Vor allem Schimmel und Pferde mit einer großen Blässe an den Nüstern sind anfällig für Sonnenbrand und Hautirritationen. Bei intensiver Sonneneinstrahlung sollten diese empfindlichen Stellen daher besonders geschützt werden. So lässt sich das Risiko für schmerzhafte Hautschäden deutlich reduzieren.
Pferdegesundheit im Sommer gezielt unterstützen
Ob Sommerekzem, Insektenstiche, Augenentzündungen, brüchige Hufe oder Sonnenbrand – im Sommer braucht Ihr Pferd gezielte Pflege und Aufmerksamkeit. Mit den passenden Maßnahmen unterstützen Sie Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit Ihres Pferdes während der warmen Monate.
Pferde im Sommer richtig unterstützen: Elektrolyte, Hitze und Regeneration
Hohe Temperaturen und intensives Training können den Organismus von Pferden im Sommer stark belasten. Vor allem Flüssigkeitsverlust, Elektrolyt-Mangel und die Belastung durch Hitze spielen in der warmen Jahreszeit eine wichtige Rolle. Mit der richtigen Versorgung und gezielten Maßnahmen können Sie Ihr Pferd an heißen Tagen optimal unterstützen.
Elektrolyte beim Pferd: Flüssigkeitsverlust gezielt ausgleichen
Durch starkes Schwitzen verliert das Pferd nicht nur viel Flüssigkeit, sondern auch wichtige Elektrolyte. Deshalb sollte jederzeit der Zugang zu ausreichend sauberem und frischem Wasser sichergestellt sein. Eine gute Wasserversorgung ist für die Gesundheit des Pferdes besonders wichtig. Zusätzlich sollten die durch das Schwitzen verlorenen Elektrolyte wieder aufgefüllt werden, um den Organismus in Balance zu halten und die Leistungsfähigkeit zu unterstützen.
Hitze beim Pferd: Beine kühlen und Regeneration fördern
Nach der Arbeit an warmen Tagen sollten die Pferdebeine nach Möglichkeit mit einem Wasserschlauch gekühlt werden. Anschließend können kühlende Salben oder Gels aufgetragen werden, um die Durchblutung und Regeneration zu fördern. Auch Kühlgamaschen für Pferde können eine sinnvolle Unterstützung sein, um die Beine nach Belastung zu entlasten.
Hitzschlag beim Pferd erkennen
Ein Hitzschlag beim Pferd tritt zwar selten auf, kann jedoch ein ernster Notfall sein. Mögliche Symptome sind Abgeschlagenheit, teilweise kolikartige Anzeichen und Hecheln. In diesem Fall sollte umgehend ein Tierarzt gerufen werden. Bis zum Eintreffen des Tierarztes sollte das Pferd sofort aus der Sonne in einen kühlen Bereich gebracht werden. Zudem kann vorsichtig damit begonnen werden, die Beine mit einem Wasserschlauch zu kühlen.
Pferde an heißen Tagen optimal versorgen
Ob Elektrolyte, frisches Wasser, Kühlung oder die richtige Reaktion bei großer Hitze – im Sommer ist eine angepasste Betreuung besonders wichtig. So helfen Sie Ihrem Pferd dabei, auch an warmen Tagen gesund, leistungsfähig und ausgeglichen zu bleiben.
