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Herbst

Pferde im Herbst und Winter richtig versorgen: Futterumstellung, Mauke, Scheren und Pferdedecken

Mit dem Herbst beginnt für viele Pferde eine neue Phase: Nach einem warmen, trockenen Sommer auf der Weide stehen häufig das tägliche Einstallen, veränderte Witterungsbedingungen und eine Futterumstellung beim Pferd an. Gleichzeitig steigt das Risiko für typische saisonale Probleme wie Mauke, Hautreizungen durch Scheren oder ungepflegte Pferdedecken. Mit der richtigen Pflege und einer schrittweisen Anpassung lassen sich viele Beschwerden vermeiden.

Futterumstellung beim Pferd im Herbst

Wenn der Herbst vor der Tür steht, bedeutet das für viele Pferde die Umstellung von Weidehaltung auf mehr Stallzeit und oft auch eine Anpassung der Fütterung. Gerade in dieser sensiblen Phase gilt: Alle Futterumstellungen sollten schrittweise erfolgen. So kann das komplexe Mikrobiom im Darm, bestehend aus Bakterien, Hefen, Pilzen und Protozoen, stabil bleiben. Eine langsame Anpassung unterstützt die Verdauung und hilft dem Pferd, sich besser auf die veränderten Bedingungen einzustellen.

Mauke beim Pferd: Feuchtigkeit ernst nehmen

Im Herbst und Winter wird die Haut durch Nässe und Feuchtigkeit besonders belastet. Dadurch kann die natürliche Hautbarriere geschwächt werden und Bakterien können leichter eindringen. Pferde mit Mauke sollten daher möglichst trocken aufgestallt werden, um die Ursache des Problems gezielt anzugehen. Die betroffenen Hautstellen sollten gründlich mit einer desinfizierenden Lösung, zum Beispiel Jod, gereinigt werden. Wichtig ist dabei, auch die Krusten vorsichtig zu entfernen, da sich darunter Bakterien besonders stark vermehren können.

Im Anschluss können die gereinigten Hautpartien mit Zinksalbe, Zink-Lebertransalbe oder Panthenolsalbe gepflegt werden. Ziel ist es, die Infektion zurückzudrängen und die geschädigte Hautbarriere wiederherzustellen. Bei tieferen oder blutenden Hautschäden kann es sinnvoll sein, die betroffenen Stellen vorübergehend mit einem Verband zu schützen, bis sich die Haut erholt hat.

Pferd scheren im Herbst: Darauf sollte geachtet werden

Die Herbstzeit ist für viele Pferdehalter auch die Zeit des Scherens. Damit es dabei nicht zu Hautirritationen kommt, sollte immer mit einem scharfen Schermesser gearbeitet werden. Nach dem Scheren ist außerdem die passende Pferdedecke entscheidend. Diese sollte immer der Temperatur angepasst sein und vor allem eine gute Passform haben. Schlecht sitzende Decken können zu Scheuerstellen und Hautreizungen führen.

Pferdedecken im Winter richtig pflegen

Auch die Pflege der Winterdecken für Pferde spielt eine wichtige Rolle. Decken sollten regelmäßig gereinigt werden, um Pilzinfektionen der Haut vorzubeugen. Bei Outdoordecken sollte zusätzlich geprüft werden, ob die Imprägnierung noch ausreichend ist oder erneuert werden muss, damit das Pferd auch bei nassem Wetter optimal geschützt bleibt.

Gut vorbereitet durch die kalte Jahreszeit

Ob Futterumstellung, Mauke beim Pferd, Scheren oder die richtige Pflege von Pferdedecken – im Herbst und Winter ist eine angepasste Versorgung besonders wichtig. Wer frühzeitig auf die Bedürfnisse seines Pferdes eingeht, unterstützt Gesundheit, Wohlbefinden und Hautschutz in der kalten und feuchten Jahreszeit.

Pferde im Herbst und Winter richtig unterstützen: Hautpilz und Verspannungen

In der kalten und feuchten Jahreszeit treten bei Pferden häufiger Hautprobleme und muskelbedingte Verspannungen auf. Besonders Hautpilz beim Pferd sowie Verspannungen im Rücken- und Halsbereich gehören zu den typischen Beschwerden in Herbst und Winter. Mit der richtigen Pflege und gezielten Maßnahmen lassen sich viele Probleme frühzeitig erkennen und wirksam unterstützen.

Hautpilz beim Pferd frühzeitig behandeln

Hautpilzinfektionen beim Pferd zeigen sich häufig in nestartigen Hautveränderungen, die sich mit der Zeit weiter ausbreiten können. Die betroffenen Stellen weisen oft leichte Krusten auf, unter denen kleine Wundstellen entstehen können. Zur Pflege eignen sich je nach Bedarf Waschlotionen, Salben und Sprays, die speziell für die Behandlung empfindlicher Haut entwickelt wurden.

Um eine Ausbreitung auf andere Pferde zu verhindern, sollte Putzzeug und Sattelzeug nicht gemeinsam genutzt werden. Wichtig ist außerdem, auf eine gute Hygiene zu achten, da auch der Mensch den Pilz über Hautkontakt übertragen kann. Gründliches Händewaschen nach jedem Kontakt mit betroffenen Hautstellen ist daher besonders wichtig.

Verspannungen beim Pferd in der kalten Jahreszeit

Wenn die Temperaturen sinken und Pferde auf dem Paddock nass werden, kann es schnell zu Verspannungen im Rücken- und Halsbereich kommen. Um das Pferd optimal auf das Training vorzubereiten und die Muskulatur zu lockern, können Therapiedecken mit Magnetfeld-, Akupressur- oder Massagefunktion sinnvoll eingesetzt werden.

Auch wärmende Gele können helfen, die Muskulatur zu entspannen. Diese lassen sich gezielt von Hand einmassieren und können dem Pferd zu mehr Wohlbefinden und muskulärer Lockerheit verhelfen.

Gesund und entspannt durch die kalte Jahreszeit

Ob Hautpilz oder Verspannungen beim Pferd – gerade in Herbst und Winter ist eine angepasste Pflege besonders wichtig. Wer frühzeitig auf Haut, Muskulatur und Hygiene achtet, unterstützt die Gesundheit und das Wohlbefinden seines Pferdes nachhaltig.